Spendenvorschläge für 2017

von Peter Libossek

Der Spendenvorschlag für das Jahr 2017 lautet:

Sekundarschule Tumaini 1500,- € (wie bisher)
Kinderkrankenhaus Haiti 1500,- € (wie bisher)
Frauenförderung El Alto/LA Paz 1500,- € (bisher: Lehrlingsheim La Paz)
Don Bosco Schwestern Damaskus 1500,- € (wie bisher)
Projekt Baobab/Madagaskar (Dr. M. Christoph) 1500,- € (wie bisher)
Reserve für Katastrophen 1500,- €*
(*eventuell 3000,- €, je nach Umsatz und Gewinnentwicklung im Laden und Spendeneinkommen)

Die Reserve in Höhe von 1500,- € wurde 2016 an die Don-Bosco-Schwestern gespendet, die in Damaskus Nähkurse für Binnenflüchtlinge (früher: Flüchtlinge aus dem Irak) organisieren und finanzieren. Wir gaben dieser Organisation den Vorrang vor Christian Springers „Orienthelfer e. V.“.
Der Spendenvorschlag für 2017 wird einstimmig angenommen.

Der 1994 gegründete Verein „BAOBAB – Soziale Arbeit e .V. Erding“ unterstützt die Initiative ACBHM, die in drei Einrichtungen in Madagaskar ca. 110 lern- und geistig behinderte Kinder und Jugendliche bis junge Erwachsene zum Erlernen praktischer Kompetenzen anleitet; der Ganztagesbetrieb beinhaltet das durch die Schüler mit zubereitete Mittagessen. Es wird ein enger Kontakt zwischen Eltern und Lehrern gepflegt; der Unterricht orientiert sich an den internationalen Richtlinien der UNO; im Sport zeigen sich besondere Erfolge. BAOBAB finanziert die Löhne der Lehrkräfte.

Für den erkrankten Horst Meissner gibt der Vorsitzende einen Einblick in das vom Verein Weltladen Erding geförderte Projekt zur Frauenförderung durch die „Dorfstiftung La Paz“.
El Alto ist ein Vorort von La Paz auf dem Altiplano ca. 4000 m Höhe, der durch die Binnenmigration auf eine knappe Million Einwohner angewachsen ist. Am meisten benachteiligt sind die „mujeres migrantes“ (MuMi) mit ihren Kindern; positiv ist, dass El Alto von einer Bürgermeisterin regiert wird.
1983 kauften G. und B. Schulz ein altes Haus am Steilabfall der Anden und gründeten 1991 mit engagierten Dorfbewohnern die „Dorfstiftung“. Ab 2010 gab es im „Haus der Zukunft“ ein Internat für Jugendliche, die an einer einjährigen technisch orientierten Lehrlingsausbildung teilnahmen; dieses Programm musste wegen der zu hohen Kosten eingestellt werden; die neue Frauenförderung richtet sich speziell an junge Frauen vom Land, die keinen Zugang zu Bildung hatten, aber jetzt ihre praktischen Fähigkeiten erweitern möchten, um – besonders als Alleinverdienende – wirtschaftlich autonom zu werden, sei es mit Strickwaren oder Näharbeiten, als Dekorateurin, Kosmetikerin, Konditorin, Fahrerin oder Friseurin. Im Juli 2016 begannen diese neuen Ausbildungskurse im „Haus der Zukunft“, das auch eine Kinderkrippe bereitstellt.
Diese von der UNESCO als bestes Projekt im Bildungswesen ausgezeichnete „Fundación Pueblo“ wird durch St. Vinzenz seit 15 Jahren gefördert. Der Vorschlag, dieses Projekt durch eine Spende zu fördern, wird einstimmig angenommen.

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